Wir leben in einer Zeit, in der sich nahezu alles messen lässt. Unser Puls. Unsere Schrittzahl. Unser Schlaf. Unser Stresslevel. Und inzwischen auch der Schlaf unserer Babys.
Innerhalb weniger Jahre ist der Markt von Sensoren, Kameras, Wearables und Apps geprägt worden, die Eltern tiefere Einblicke in den Schlaf ihres Babys versprechen. Sie erfassen Bewegungen, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz und Schlafmuster und stellen die Daten in Form von Diagrammen, Zahlen und Benachrichtigungen direkt auf dem Smartphone dar.
Für viele frischgebackene Eltern klingt das zunächst beruhigend. Wenn wir mehr wissen, können wir unser Kind doch auch besser schützen – oder?
Doch die entscheidende Frage lautet: Führt mehr Wissen tatsächlich zu mehr Gelassenheit?
Im Produktdesign gibt es ein Prinzip, das als Quiet Tech bezeichnet wird. Gemeint ist Technologie, die unterstützt, ohne selbst im Mittelpunkt zu stehen. Vielleicht ist genau diese Art von Technologie das, was Familien in Zukunft am meisten brauchen.