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Hebamme: So hast du einen guten Start mit der Federwiege

Von Hebamme Kathrine Klem Vernersen @sundhedsplejerske_kathrine, Juni 2023

Als Hebamme werde ich oft mit Fragen zum Schlaf des Kindes konfrontiert. Ein 1–4 Wochen altes Kind muss ca. 15–18 Stunden am Tag schlafen. Das ist jedoch bei Kindern sehr unterschiedlich, manche Kinder können kaum 15 Stunden am Tag schlafen, andere können mehr als 18 Stunden schlafen..

In den ersten Wochen schläft das Baby leicht ein. Nach einigen Wochen stellen manche Eltern fest, dass es dem Kind möglicherweise schwerer fällt, zur Ruhe zu kommen. Es kann dazu führen, dass das Kind stundenlang auf einem Pilatesball geschaukelt wird oder Eltern unruhig im Wohnzimmer auf und ab laufen, um dem Kind zu helfen, sich zu entspannen. Es kann mehrere Gründe haben, dass das Kind unruhiger ist. Es ist wichtig, sich an seine Hebamme zu wenden, wenn du unsicher bist, was die Ursache dafür sein könnte. Oft sind es Bauchschmerzen oder eine Reaktion auf die Eindrücke des Tages, die die Unruhe auslösen. In diesen Fällen kann eine Federwiege dem Baby helfen, zur Ruhe zu kommen und den Eltern die dringend benötigte Pause zu gönnen.

Federwiege

Die meisten Babys lassen sich gerne schaukeln und werden durch Schaukelbewegungen beruhigt, die an die Bewegungen im Mutterleib erinnern. Vor allem Neugeborene schlafen problemlos in einer Federwiege ein, wo sie vom weichen Stoff der Wiege umgeben sind, der auch an die Zeit im Mutterleib erinnert. Der Stoff der Wiege schirmt das Baby ab und absorbiert Geräusche, genau wie damals, als das Baby im Bauch war. Ein Himmel an der Fedewiege schützt das Baby vor dem hellen Tageslicht, sodass das Baby noch einfacher zur Ruhe findet.

Vielleicht habt ihr als Eltern darüber nachgedacht, euch eine Federwiege anzuschaffen, seid euch aber nicht sicher, wie ihr diese verwenden sollt? Vielleicht habt ihr euch bereits eins zugelegt, seid euch aber noch unsicher, wie ihr euer Kind am besten daran gewöhnen könnt?

Deshalb habe ich hier meine besten Tipps zusammengestellt, wie man eine Federwiege am besten einführen kann.

Meine besten Tipps

1. Federwiege mit oder ohne Wiegenmotor

Manche Kinder kommen zur Ruhe, ohne dass sich die Wiege bewegt und von einem Wiegenmotor geschaukelt wird. Sie können zur Ruhe kommen, wenn sie vom Stoff der Wiege umgeben sind. Andere Kinder werden die Schaukelbewegungen des Federwiegemotors aus der Zeit im Mutterleib wiedererkennen und dadurch Ruhe finden.

2. Stützmatratze? Wann?

Das 0–3 Monate alte Baby wird in eine Federwiege ohne Stützmatratze gelegt. Das Kind muss seinen Kopf frei zur Seite bewegen können und darf nicht auf einer Bettdecke, Decke oder anderen Gegenständen liegen, die die Atemwege blockieren können.

Wenn das Baby älter als 3 Monate ist, empfiehlt es sich, in der Federwiege eine Stützmatratze zu verwenden, da das Kind die Wiege mehr ausfüllt und daher eine flachere Oberfläche benötigt, damit es sich frei bewegen kann. Durch den Bewegungsfreiraum kann das Baby sich drehen und du musst daher immer auf dein Kind achten, wenn es in der Federwiege liegt.

3. Zeitpunkt kann eine große Rolle spielen

Wähle einen guten Zeitpunkt, um das Kind zum ersten Mal in die Federwiege zu legen. Wie bei allem Neuen ist es eine gute Idee, das Kind an etwas Neues heranzuführen, wenn es sich wohl fühlt und alle anderen Bedürfnisse wie Nahrung, trockene Windel, Augenkontakt usw. gedeckt sind. Ein guter Zeitpunkt kann zum Beispiel sein, nachdem das Kind gegessen hat und müde ist, ohne übermüdet zu sein. Du kannst auch versuchen, das Baby kurz nach dem Einschlafen in die Federwiege zu legen und als sicheren Ort zu nutzen, während du dir eine kurze Pause gönnst.

4. Vorbereitung

Nicht alle Kinder müssen mit einem Wiegenmotor geschaukelt werden. Manche Kinder empfinden die Wiege selbst als beruhigend und schützend, was für einen ruhigen Schlaf sorgt, während andere Kinder die Schaukelbewegungen eines Federwiegenmotors benötigen, um zur Ruhe zu kommen. Mein bester Rat hierfür ist, dass du es einfach ausprobierst.

Wenn du einen Wiegenmotor verwendest, kann es etwas heftig wirken, wenn deim kleines Kind zum ersten Mal in eine Federwiege gelegt wird. Der Wiegenmotor ist getestet und sicherheitsgeprüft, ebenso wie er für den Zweck hergestellt wurde, ein Baby in den Schlaf zu wiegen.

Du kannst die Wiege natürlich auch testen ohne das Kind hineinzulegen, aber mit einem Gegenstand, der das gleiche Gewicht wie das Kind hat, bevor die Wiege in Gebrauch genommen wird. Dadurch kannst du dich besser mit den Einstellungen und Bewegungen der Wiege vertraut machen, so dass du dich besser vorbereitet fühlst, wenn das Kind zum ersten Mal in der Federwiege liegt.

5. Höre auf dein Bauchgefühl

Mit der Elternrolle geht ein Bauchgefühl einher, das Tag für Tag entwickelt und gestärkt wird. Möglicherweise stellst du fest, dass es unterschiedliche Einstellungen zur Verwendung einer Federwiege gibt. Mein bester Rat ist, einfach herauszufinden, was für dich und dein Kind am besten funktioniert. Ein guter Schlaf für das Kind kann für die Eltern eine dringend benötigte und wichtige Pause sein.

6. Alles in Maßen

Eine Federwiege ist eine gute Alternative, um dem Kind und den Eltern beim Ausruhen und Schlafen zu helfen, darf aber niemals ein Ersatz für das Kinderbett werden. Allerdings musst du dir keine Sorgen machen, dass das Kind die schlechte Angewohnheit bekommt, lieber in einer Federwiege zu schlafen. Stell dir die Federwiege als Alternative vor.

7. Lieblingsseite vorbeugen

Achte darauf, ob das Kind eine Lieblingsseite hat und lege beim Kuscheln den Kopf auf die andere Seite. Dies gilt nicht nur in einer Federwiege, sondern unabhängig davon, wo das Kind schläft.

8. Genieße die Vorfreude

Bereite dich darauf vor, deine Hände frei und Zeit zum Ausruhen zu haben, warmen Kaffee zu trinken, ein älteres Geschwisterkind zu betreuen, ein Bad zu nehmen oder einfach eine kleine, aber wohlverdiente Elternpause einzulegen. Die Zeit als frischgebackene Mutter oder Vater ist intensiv. Es ist völlig normal, eine kleine Pause zu brauchen, und hier kann die Federwiege eine gute Alternative sein, die dem Kind das nötige Gefühl der Geborgenheit und die Möglichkeit zum Ausruhen und Schlafen gibt.

Abschließend sei noch erwähnt, dass nicht alle Kinder lange Nickerchen in der Federwiege machen, die Federwiege aber oft die Gelegenheit für eine Ruhepause, einen kleinen Extraschlaf oder die Verlängerung eines sonst kürzeren Mittagsschlafes bieten kann.