Gute Schlafgewohnheiten

Die Empfehlungen wurden in Zusammenarbeit mit Sine Ditlev Bihlet, Søvnplejersken, Februar 2020, erstellt. @soevnplejersken

Vorhersagbarkeit und Wiedererkennbarkeit

Schlaf ist ein essenzieller physiologischer Prozess, der für die geistige und körperliche Gesundheit Ihres Kindes von großer Bedeutung ist. Gute Schlafgewohnheiten und eine hohe Schlafqualität in den ersten Lebensjahren tragen wesentlich zur Entwicklung und zum Wohlbefinden des Kindes bei. Kinder, die frühzeitig einen gesunden Schlafrhythmus entwickeln, haben eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, auch im späteren Leben gute Schlafgewohnheiten beizubehalten.

Kinder gedeihen am besten in einem Umfeld mit festen Strukturen und Routinen. Wenn man jedes Mal etwas Bestimmtes und Gleiches tut, wenn das Baby gekuschelt werden möchte, gibt das dem Kind Sicherheit und Vorhersehbarkeit. Es weiß dadurch, was zu tun ist, und das schafft Geborgenheit.

Ein vorhersehbarer, geschützter, ruhiger, gemütlicher und sicherer Schlafplatz mit möglichst wenig Lärm, Staub und Spielzeug ist wichtig für die Schlafgewohnheiten des Kindes. Ein festes, vertrautes und gemütliches Kuschelritual ist ebenfalls sehr wichtig, damit das Kind gut einschlafen kann.

Wenn ein Kind von klein auf das Einschlafen mit etwas Angenehmem verbindet, freut es sich mit größerer Wahrscheinlichkeit darauf, schlafen zu gehen. Studien zeigen außerdem, dass Vorhersehbarkeit und Vertrautheit die Einschlafzeit verkürzen und die Schlafqualität verbessern können.

Rituale

Ein regelmäßiger Schlafplatz und ein festes Kuschelritual sind daher wichtig, sowohl beim Mittagsschlaf als auch beim Zubettgehen. Beispielsweise eignen sich Pucken und Wiegen gut als Bestandteile eines Kuschelrituals. Pucken und Wiegen vermitteln dem Baby Geborgenheit und wirken beruhigend.

Die rhythmischen Bewegungen, die das Baby beim Wiegen erfährt, erinnern an die Bewegungen im Mutterleib. Das sanfte Wiegen beruhigt das Nervensystem des Säuglings und schenkt ihm Ruhe. Das Pucken gibt dem Baby Geborgenheit und wirkt beruhigend, da es an die Zeit im Mutterleib erinnert und unwillkürliche Bewegungen reduziert.

Weitere Beispiele für Rituale

Natürlich gibt es viele Elemente, die du in dein Einschlafritual einbauen kannst. Es geht darum, die zu finden, die für dich und dein Baby am besten funktionieren. Vielleicht beginnst du das Kuschelritual mit dem Windelwechseln, dem Anziehen der Nachtwäsche usw., sodass das Kind schon vor dem Kuscheln spürt, dass es Zeit zum Schlafen ist und sich so auf den Schlaf vorbereitet. Du könntest auch mit einem schönen, warmen Bad beginnen oder deinem Baby eine sanfte Babymassage geben.

Weitere Beispiele und Werkzeuge können sein:

Gutenachtgeschichten-/Nachschlagewerk
Gutenachtlieder – am besten immer dieselben, damit Ihr Baby sie mit dem Zubettgehen verbindet.
Entspannungsmusik
Schlafmeditationen, z. B. Tjugga der Nachtbär

Es ist nicht sicher, ob Mama und Papa die gleichen Kuschelrituale haben, was völlig in Ordnung ist.